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wir, als Mitglieder des sächsischen Taxigewerbes, wende ich mich heute mit einem dringenden Anliegen an Sie, der Forderung nach einer landesweiten Freigabe der Farbwahl für Taxenfahrzeuge in Sachsen. Während das Nachbarland Sachsen-Anhalt die Farbpflicht bereits im August 2025 aufgehoben hat und auch Bundesländer wie Baden- Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holsteinstein, Rheinland-Pfalz und Saarland seit Jahren erfolgreich auf die freie Farbwahl setzen, hält Sachsen starr an der Farbe "Hellelfenbein" (RAl1015) fest.
Diese Regelung ist nicht mehr zeitgemäß und schadet unserem Gewerbe aus nachfolgenden Gründen:
Enorme Kostentreiberei:
Verpflichtende Folierung oder Lackierung verursacht pro Fahrzeug Kosten von ca. 1.500,00 bis 2.000,00 Euro. Gleichzeitig sinkt der Wiederverkaufswert massiv bei der Taxi Farbe.
Wettbewerbsverzerrung:
Mietwagenanbieter, wie Uber oder Bolt unterliegen keiner Farbvorgabe. Das traditionelle Taxigewerbe wird somit einseitig belastet, obwohl die Erkennbarkeit durch das beleuchtete Dachschild und die Ordnungsnummer bereits vollumfänglich gewährleistet ist.
Hürde für E-Mobilität:
Viele moderne Elektrofahrzeuge sind kurzfristig nicht in Hellelfenbein lieferbar.
Die Farbpflicht verzögert somit die ökologische Modernisierung unserer Flotten.
Da die meisten Automobilhersteller keine Taximodelle mehr anbieten, entstehen bei der Zulassung eines erworbenen Fahrzeuges als Taxi erhebliche Kosten, welche sich auf ca. 6.000,00 - 7.000,00 Euro belaufen.
Setzen Sie sich für einen Erlass des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ein, der die Farbbindung in Sachsen analog zu unseren Nachbarbundesländern mit sofortiger Wirkung aufhebt. In Zeiten steigender Energie - und Personalkosten ist dies eine einfache und effektive Maßnahme zum Bürokratieabbau und Entlastung mittelständischer Betriebe.
Ich freue mich über eine Rückmeldung zu Ihrem Standpunkt und den geplanten Schritten in dieser Angelegenheit.
Vielen Dank im Voraus.
Taxiunternehmen Matthias Balanski